Neue „Hygiene-Ampel“ in NRW klärt über die Hygienekontrollergebnisse in der Gastronomie auf

Nachdem der bundesweite Anlauf für die Hygiene-Ampel mehrfach gescheitert ist, startet NRW mit einem neuen Anlauf. Zukünftig können Verbraucher den Hygienezustand der Gastronomiebetriebe in Duisburg und Bielefeld an einer „Hygiene-Ampel / Gastro-Ampel“ ablesen, die als praktische App jederzeit mobil verfügbar ist. Als Vorreiter mit diesem ambitionierten Pilotprojekt wollen das Land und die Verbraucherzentrale NRW dafür sorgen, dass den Verbrauchern künftig aussagekräftige Bewertungen zu Gastronomiebetrieben zur Verfügung stehen.  Dabei sind Duisburg und Bielefeld die ersten Kommunen, die an diesem Projekt teilnehmen. Von den 1.000 Betrieben im Stadtgebiet sind bereits die ersten 600 online mit Hygienebericht zugänglich. Das neue System zeigt öffentlich die hygienischen Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelkontrolleure für die einzelnen Betriebe wie z.B. Imbisse, Cafés, Restaurants, Bäckereien und Metzgereien. Die praktische Gestaltung, die beim Start eine Stadtkarte zeigt, stellt in übersichtlicher Weise alle aufgeführten Betriebe dar.

Als „Eintritt durch die Hintertür“ bezeichnen viele den Start der neuen App mit der Hygiene-Ampel, da die fehlende rechtliche Grundlage für die Veröffentlichung der Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen mit einem Trick auf Grundlage des VIG umgangen wird.  Die NRW-Verbraucherzentrale fragt die bereits vorliegenden Daten aus allen regelmäßigen Kontrollen der beiden Städte wöchentlich ab. Diese werden dann aktuell ins Netz gestellt. Möglich macht dies, das Recht auf Informationen zu den Ergebnissen der Hygienekontrollen, welches im Verbraucherinformationsgesetz (VIG) verankert ist.
Je nach Ergebnis der Untersuchungen erscheinen die Standorte in den Farben grün (sehr gut - gut), gelb (mittel) oder rot (schlecht). Klickt der Nutzer auf den angezeigten Betrieb, erfährt er, welche Punktzahl erzielt wurde. Je weniger der insgesamt 80 Kontrollpunkte der Lebensmittelkontrolle erzielt werden, desto besser ist das Resultat der Hygienekontrolle. Basis bilden die Daten aus dem Zeitraum von Juli 2012 bis Oktober dieses Jahres. Alle Betriebe haben bei entsprechenden Nachkontrollen die Chance zur Verbesserung, welche dann ebenfalls in die Datenbank eingespeist werden. Veröffentlicht werden maximal die letzten 4 Kontrollen.

Von einer Schutzfunktion für den Verbraucher, spricht dabei der zuständige Minister in Nordrhein-Westfalen, zu dem das System neben einem fairen Wettbewerb hauptsächlich führen soll.  „Denn wer sich an die gegeben Standards hält, darf nicht der Dumme sein“, sagt der Minister. Das Transparenzsystem soll langfristig dafür sorgen, dass die hygienischen Mängel in den Betrieben verringert werden. Dafür gibt es „eine begründete Prognose“, sagt der Minister und führt entsprechende Belege aus Großbritannien und Vorbild Dänemark an. Mit großer Spannung bleibt abzuwarten, ob aus dem zweijährigen Pilotprojekt ein flächendeckendes Instrument wird.
Die Verbraucherzentrale ist überzeugt, dass die Hygiene-Ampel Anklang findet. Diese stützt sich  auf eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Konsumforschung vom Oktober dieses Jahres. Laut dieser Studie halten zwei Drittel die Transparenz für wichtig und die Hygiene stehe bei der Wahl des Restaurants an erster Stelle. Diese Entscheidung stehe noch vor der Qualität der Speisen und dem Preis-Leistungsverhältnis.
 

Unser Tipp:
Sorgen Sie frühzeitig vor und holen Sie sich fachmännischen Rat zum Thema Hygiene. Das Hygiene-Netzwerk steht Ihnen mit dem „Kompetenzteam Hygiene“ gerne beratend zur Seite. www.Hygiene-Netzwerk.de
 

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